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Energieträger und deren Emissionen

Weltweiter Energieverbrauch

Weltweit steigt der Energieverbrauch an. Einige Prognosen gehen von einer 40%-tigen Steigerung von 2000 bis 2020 aus. Der Großteil wird nach wie vor mit fossilen Energieträgern erzeugt, jedoch gewinnen erneuerbare Energien immer mehr an Bedeutung. Die folgende Grafik zeigt den Energieverbrauch und die Aufteilung in Energieträger in Deutschland.

 

Emissionen der einzelnen Energieträger

Deutschland hält nach wie vor am Kyoto Protokoll fest, ist aber wie die meisten Länder noch weit von den Zielen entfernt. Seit Ende der 90er Jahre bis ins Jahr 2003 ist der Ausstoß an CO2 relativ konstant geblieben, muss aber bis 2012 um circa 20% gesenkt werden.

Die westlichen Industrienationen sind Hauptverursacher der weltweiten CO2 Emissionen von ca. 27 Mrd. t/Jahr. Aufgrund des hohen Emissionsausstoßes verändert sich das Weltklima deutlich. Die folgende Grafik zeigt den prozentualen Anteil der Länder auf. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass alle Grafiken mit Vorsicht betrachtet werden müssen. Beispielsweise ist der Prozentsatz durch die USA verursachte CO2 Belastung mit 24 Prozent achtmal größer als in Deutschland. Bezieht man die Belastung auf die Anzahl der Einwohner, ist die Belastung "nur" noch zweimal größer.

 

 

Bei den fossilen Energieträgern hat Erdgas die geringste CO2 Belastung. Heizöl ist schlechter als Erdgas jedoch deutlich besser als Stein- und Braunkohle einzuordnen.

 

Es gibt gleich mehrere Ansätze die CO2 Emissionen zu verringern. Langfristig ist ein Abkommen wie das von Kyoto der einzig richtige Weg für unsere Umwelt. Je schneller wir die geforderten Ziele erreichen, desto weniger Probleme werden auch die folgenden Generationen mit unserer Umwelt haben.

 

Möglichkeiten zur Reduzierung von CO2 Emissionen

Energieeinsparungen

In vielen Unternehmen und Haushalten wird unbedacht mit Energie umgegangen. Einige Energieverbraucher laufen 24 Stunden am Tag, ohne dass diese benötigt werden. Auch wirkt sich die regelmäßige Wartung und Pflege auf die Effizienz der Anlagen und Geräte positiv aus.
Bei einer Vielzahl an Verteilungen und Unterverteilungen ist es schwer den Überblick zu behalten. In solchen Fällen empfiehlt sich der Einbau von Zählern und das regelmäßige Ablesen. Dadurch lassen sich "Energiefresser" schnell und leicht erkennen und Energie rationell verwenden.
In einigen Fällen kann auch eine Neuinvestition langfristig beim Sparen helfen.

Die zuvor genannten Maßnahmen tragen zu weniger CO2 Ausstoß und geringeren Kosten bei. Noch besser ist es jedoch den Verbrauch zu senken. Für den Privathaushalt ist die Wärme der größte Kostenfaktor, deshalb ist eine gute Isolierung von grundlegender Bedeutung. In Zukunft wird der "Verbrauch" eines Gebäudes durch den Energiepass festgelegt. Dadurch soll, wie auch beim Kauf eines Autos, die "zweite Miete" vergleichbarer und überschaubarer werden. Der Käufer kann mit einem Blick sehen, wie viel kWh pro m² verbraucht werden.

All diese Maßnahmen sind gut für unsere Umwelt und helfen bares Geld einzusparen.

 

Alternative Energien

Wasserstoff stellt derzeit noch keine echte Alternative als Energieträger dar, da die Produktionsmöglichkeiten noch nicht ausreichend weit fortgeschritten sind. In den letzten Jahren sind die Abmessungen von Brennstoffzellen ausreichend klein geworden, jedoch sind diese derzeit aufgrund der verwendeten Materialien noch zu teuer. Wenn in einigen Jahren (Experten sprechen vom Jahr 2025) die Forschung weit genug vorangekommen ist, wird die Verwendung von Wasserstoff weitestgehend emissionsfrei.

Aufgrund der Erkrankungsgefahr werden Luftschadstoffe gemessen und durch entsprechende Gesetzte reguliert. Einer dieser Schadstoffe ist der Feinstaub. Seit Januar 2005 ist ein Gesetz in Kraft, welches einen Tagesgrenzwert von 50 µg/m3 vorsieht und nicht öfter als 35mal im Jahr überschritten werden darf. Eine Folge der Überschreitung ist das Fahrverbot für Kraftfahrzeuge - davon ausgenommen sind Erdgasfahrzeuge.

 

Energieverbrauch im Privathaushalt

 

 

Vielfach ist nicht bekannt, wie wichtig die Auswahl des Energieträgers für die Heizung ist, obwohl diese den höchsten Energieverbrauch darstellt. Auch in einem Privathaushalt kann sich eine Modernisierung rechnen. Der Nutzungsgrad alter Heizkessel ist beispielsweise ca. 40% geringer als bei einem modernen Erdgas-Brennwertkessel.

 

Vorräte

Einige fossile Energien wie Erdöl, Erdgas und Uran werden in den kommenden Jahrzehnten verbraucht sein bzw. unbezahlbar werden. Steinkohle und Braunkohle werden bis circa 2200 abbaubar sein. Allerdings gibt es noch nachgewiesene und vermutete Vorräte, die derzeit noch nicht abbaubar sind.

 


Fazit

Wir müssen mit dem derzeitigen Energieträger soweit in der Forschung und Entwicklung vorankommen, dass diese durch alternative Energien ersetzt werden können.

 

 


25.06.2011